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März 2, 2022

Wegweiser Therapieformen: Welche gibt es und welche passt zu mir?

Lesedauer 2 Minuten

Wem es psychisch nicht gut geht, wird häufig eine Psychotherapie empfohlen. Begibt man sich dann auf die Suche, wird schnell klar: Die eine Psychotherapie gibt es nicht. Es ist ohnehin schon nicht ganz einfach, schnell an einen Therapieplatz zu kommen. Die verschiedenen Begriffe, die dir auf der Suche danach begegnen können, wie “Verhaltenstherapie”, “Tiefenpsychologie” oder auch “ambulante” oder “teilstationäre Therapie” können zusätzlich verunsichern und zu Überforderung führen. Wie sollst du dich da entscheiden, was ist gut für dich und vor allem: Was bedeutet das alles überhaupt? Wir wollen Licht ins Dunkel bringen und  erklären dir in den nächsten zwei Artikeln, welche Therapieformen und -settings es gibt und was sie unterscheidet. Los geht’s mit den Therapieformen.

Welche Therapieformen gibt es?

Es gibt sehr viele verschiedene Verfahren oder auch Formen von Therapie. Wir fokussieren uns hier auf vier Verfahren, die dir auf der Suche nach einem Therapieplatz wahrscheinlich am häufigsten begegnen. Denn die vier Verfahren Psychoanalyse, tiefen­psychologisch fundierte Psycho­therapie, (Kognitive) Verhaltens­therapie und Systemische Therapie sind kassenzugelassene Richtlinienverfahren. Das bedeutet, dass dies die einzigen Formen der Psychotherapie sind, die in Deutschland von den Krankenkassen anerkannt sind, und deren Kosten übernommen werden. Diese Therapieformen unterscheiden sich darin, wie sie die Entstehung psychischer Störungen erklären und behandeln, aber auch in der Dauer und Häufigkeit der Therapiestunden. 

Psychoanalyse

Die analytische Psychotherapie ist die älteste Therapieform und lässt sich auf Sigmund Freud zurückführen. Sie beruht auf der Annahme, dass der Grundstein für viele psychische Beschwerden in der Vergangenheit der Patient:innen zu finden ist. Sie entstehen demnach, weil Konflikte und Gefühle aus der Vergangenheit nicht bearbeitet oder verdrängt wurden und dir noch heute (unbewusst) im Wege stehen. Der Kern dieser Therapieform ist vor allem diese unbewussten, inneren Konflikte aufzudecken und zu lösen. Die Therapie findet auch heute noch häufig im Liegen statt. Der oder die Therapeut:in nimmt in der Psychoanalyse eine weniger aktive Rolle als bei anderen Therapieformen ein. Vielmehr soll der oder die Patient:in in “freier Assoziation” über all das sprechen, was gerade gefühlt und gedacht wird. Sitzungen finden in der Regel bis zu viermal in der Woche statt und die Therapie kann insgesamt bis zu 300 Therapiesitzungen umfassen. 

Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie hat ihren Ursprung in der analytischen Psychotherapie und ähnelt sich daher in einigen Punkten. Auch hier wird davon ausgegangen, dass unbewusste Konflikte für die Entstehung von psychischen Beschwerden verantwortlich sind. Deshalb geht es hier auch viel um Biografie und vergangene Erfahrungen. Im Gegensatz zur Psychoanalyse liegt der Fokus jedoch mehr auf den wichtigsten aktuellen Konflikten, deren Lösung deine unbewussten Motive und Konflikte im Wege stehen. Therapeut:in und Patient:in gehen gemeinsam und gezielt die Probleme an, Therapeut:innen haben hier also eine aktivere Rolle. Die Therapie findet zudem immer im Sitzen statt, sodass Patient:in und Therapeut:in sich sehen können. Die tiefenpsychologische Therapie findet in der Regel einmal pro Woche statt und umfasst bis zu 100 Sitzungen.

(Kognitive) Verhaltenstherapie

Bei der kognitiven Verhaltenstherapie, oder auch nur Verhaltenstherapie, steht das (aktuelle) Verhalten, die Gedanken, Wahrnehmungen und Gefühle der Patient:innen im Vordergrund. Sie basiert auf der Annahme, dass psychische Störungen durch erlernte Verhaltens- und Denkmuster entstehen. Diese ungünstigen

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Christin Thedens
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