Artikel vom 
Dezember 4, 2022

Achtsam durch den Advent

Lesedauer 5 Minuten

Wir möchten dich hier mit 5 weihnachtlichen Achtsamkeitsübungen beglücken, damit du die Adventszeit auch so richtig genießen kannst.

Denn für viele bedeutet die Weihnachtszeit inzwischen vor allem eins: Stress. Wir verbringen den Dezember damit, viel zu planen und organisieren und jagen von Geschäft zu Geschäft, um in allerletzter Sekunde noch die passenden Geschenke zu finden. Doch wo bleibt dabei die Besinnlichkeit? Wie können wir die Adventszeit genießen, ohne uns zu stressen?

Es geht dabei gar nicht darum, die vielen Termine im Dezember abzusagen. Sondern vielmehr darum, dass du in all der Hektik immer wieder zu dir zurückkehrst. Dass du Stille findest, zur Ruhe kommst und dir die Chance gibst, den Zauber von Weihnachten zu spüren.

Wir möchten dir im Folgenden 5 kurze, weihnachtliche Übungen vorstellen, die dir dabei helfen können.

1. Lichtmeditation - (d)ein Licht entzünden 

"Tausende von Kerzen kann man am Licht einer Kerze anzünden, ohne dass ihr Licht schwächer wird. Freude nimmt nicht ab, wenn sie geteilt wird."

- Buddha

Mit dieser Übung möchten wir dir dabei helfen, das Licht in dir zum Leuchten zu bringen. Du benötigst für unsere Lichtmeditation lediglich eine Kerze und ein Streichholz. Suche dir für die Übung einen behaglichen Platz, vielleicht deinen Lieblingssessel oder das Sofa, und stelle die Kerze gut sichtbar vor dir auf. Nun kannst du sie entzünden. 

Komme in eine bequeme Sitzposition und lasse deinen Blick für die Übung auf der Flamme der Kerze ruhen. Konzentriere dich zunächst auf deinen Atem, um ganz bei dir anzukommen und dich mit dir selbst zu verbinden. Wende deinen Blick nicht vom goldenen Lichtschein der Kerze ab, du darfst gerne darin versinken. 

Versuche dir vorzustellen, du würdest mit jedem Atemzug ein bisschen Kerzenlicht in dir aufnehmen und in dein Herz lassen. Mit jedem Atemzug wird das Licht in dir größer und erwärmt dein Herz. Sag dir dabei gern das folgende Mantra: “Mit jedem Einatmen wächst das Licht in mir, mit jedem Ausatmen sende ich Licht und Liebe in die Welt.” Wiederhol es so oft, bis sich dein Herz ganz warm anfühlt. Vielleicht kannst du dein Herzenslicht mit in deinen Alltag nehmen und es mit lieben Menschen aus deiner Umgebung teilen.

2. Reise in die Vergangenheit - in glücklichen Erinnerungen schwelgen   

Die Kindheit hat ihre Geheimnisse und Wunder – aber wer kann sie erzählen, und wer kann sie deuten? Wir sind alle durch diesen stillen Wunderwald gewandert – wir haben alle einst in seliger Betäubung die Augen geöffnet, und die schöne Wirklichkeit des Lebens überflutete unsere Seele. Im Herzen war es hell wie Frühlingshimmel, frisch wie Veilchenduft – still und heilig wie ein Sonntagsmorgen.”

“Die Kindheit hat ihre Geheimnisse und Wunder – aber wer kann sie erzählen, und wer kann sie deuten? Wir sind alle durch diesen stillen Wunderwald gewandert – wir haben alle einst in seliger Betäubung die Augen geöffnet, und die schöne Wirklichkeit des Lebens überflutete unsere Seele. Im Herzen war es hell wie Frühlingshimmel, frisch wie Veilchenduft – still und heilig wie ein Sonntagsmorgen.”

- Friedrich Max Müller

Nimm dir für diese Übung einen Moment Zeit für eine kleine Reise in die Vergangenheit. Schließe dafür deine Augen und blicke zurück in die freudvollen Momente deiner Kindheit. 

Wann hast du dich als Kind so richtig pudelwohl gefühlt? Vielleicht beim Spielen mit deinen Geschwistern, beim Geschichtenlesen mit deinem Papa oder beim Backen mit deiner Oma? An welche schönen Ausflüge und Reisen erinnerst du dich? Von wem hast du dich geliebt, beschützt und behütet gefühlt? Wer hat dich getröstet, dich aufgemuntert und dir Liebe geschenkt? 

Lass dabei Erinnerungen an liebe Menschen hochkommen und verweile einen Augenblick in der Vorstellung bei diesen Menschen. Wofür bist du ihnen dankbar? Inwiefern stellen sie eine schöne Kindheitserinnerung für dich dar? Vielleicht hast du Lust ein paar deiner Erinnerungen aufzuschreiben – als Notiz für dich oder in Form eines Briefes an eben jene Person. Vielleicht hast du auch Lust, das Gespräch zu suchen und der Person persönlich zu sagen, wofür du ihr dankbar bist.

3. Verbundenheit – mit dem Herzen zuhören 

Wenn du etwas sagst, dann wiederholst du nur das, was du sowieso schon weißt. Aber wenn du zuhörst, dann kannst du noch Neues erfahren. “

- Dalai Lama

Diese Übung widmet sich dem achtsamen Zuhören. Dabei geht es darum, sich im Gespräch vollkommen auf das Gegenüber einzulassen, der Person zuzuhören, ohne bereits in Gedanken eine Antwort auf das Gesagte zu formulieren und ohne sie ungefragt mit der eigenen Meinung zu überfallen. Ohne zu unterbrechen, ohne zuzustimmen und ohne sich zu verteidigen. Vielleicht hilft es dir, mit deinem Partner oder deiner Freundin eine Redezeit (von z.B. 5 Minuten) zu vereinbaren, in welcher eine Person spricht und die andere kommentarlos zuhört. Es geht dabei darum, den Raum für einen achtsamen Austausch ohne Unterbrechungen und voreiligen Schlussfolgerungen zu öffnen. Versuche, deine eigenen Erwartungen und Vorlieben außer Acht zu lassen, schenke ihm oder ihr deine ungeteilte Aufmerksamkeit und versuche, dich in dein Gegenüber empathisch einzufühlen. Blicke dabei ganz bewusst auf die euch verbindende Menschlichkeit und auf das Gute in deinem oder deiner Gesprächspartner:in.

4. Ein weihnachtlicher Spaziergang 

“In der Stille und Geduld des Winters liegt die Kraft für das Neue.”

- Monika Minder

Mit dieser Übung möchten wir dich zu einem winterlich-weihnachtlichen Spaziergang einladen. Schnapp dir dafür eine dicke Jacke, Schal, Handschuhe und Mütze und tritt hinaus in die klare Winterluft. Bei unserem achtsamen Spaziergang geht es darum, ganz bewusst einen Schritt nach dem anderen zu gehen und dabei die volle Aufmerksamkeit auf den Kontakt deiner Füße zum Boden zu richten. Dabei kommst du in Kontakt mit dem Hier & Jetzt und es ist kein Raum für Sorgen und Grübeleien. Wenn du merkst, dass du gedanklich abschweifst, versuche dies achtsam zu registrieren und zurück zur Übung zu kehren. Es ist ratsam, in einem ruhigen, gemächlichen Tempo zu spazieren, damit du beim Gehen das Auftreten, Abrollen und Abstoßen deiner Füße ganz bewusst wahrnehmen kannst. Nach einigen Schritten, bleibe stehen und halte inne. Was kannst du gerade sehen? Eine Schneelandschaft? Ein weihnachtlich geschmücktes Fenster und dahinter eine womöglich gemütliche Stube mit Tannenbaum? Ein paar aufgeregte Kinder? Was kannst du hören? Das Knirschen der Fußspuren im Schnee? Den Klang von Weihnachtsliedern? Den Wind? Gehe auf diese Art und Weise so achtsam und neugierig wie ein Kind alle fünf Sinne durch (sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken) und schau, welche kleinen alltäglichen Überraschungen und wundersamen Momente das Leben für dich bereit hält. 

Eine nicht-weihnachtliche Version des achtsamen Spazierganges findest du hier zum Anhören.

5. Gutes tun 

„Eine gute Tat ist eine solche, die ein Lächeln der Freude auf das Antlitz eines anderen zaubert.“

- Mohammed

Vielleicht hast du Lust, den Dezember unter das Motto “Jeden Tag eine gute Tat” zu stellen? Dabei geht es um keine großen Gefallen, sondern vielmehr um kleine, alltägliche Aufmerksamkeiten, z.B. jemandem die Tür aufhalten, ein Lächeln zu schenken, ein Kompliment zu machen oder jemandem mit einem kleinen Geschenk zu überraschen. Es geht nicht um die Größe der Geste, sondern um die Geste an sich. Durch diese Übung wirst du sicherlich einigen deiner Mitmenschen einen positiven Impuls geben und sie damit beschenken. Und vielleicht bemerkst auch du, dass dein Tag dadurch ein wenig friedlicher und fröhlicher wird. Nichts macht einen erwachsenen Menschen glücklicher, als großherzig zu sein und anderen eine aufrichtige Freude zu machen. Und ist das nicht der Sinn des baldigen Festes der Liebe?

Wir hoffen, wir konnten dich mit unserem Achtsamkeitstrainer erfreuen.

Wir wünschen dir viel Spaß mit den Übungen und eine wunderschöne, gemütliche Adventszeit!

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